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Angst ums eigene Geld?

Karikatur mit Ellbogen gestützt auf Münzenberg

Wilde Schlagzeilen kursieren in den Medien, seit Corona-Virus (Covid-19) unser Land erreicht hat:

 

„Coronavirus: Österreich dürfte 2020 in die Rezession schlittern“ (Kurier, 16.03.2020)

„Österreicher bunkern wegen Coronavirus-Krise vermehrt Bargeld“ (Standard, 15.03.2020)

„Absturz der Börsen: Ist die Stunde der Crash-Propheten gekommen?“ (Standard, 05.30.2020)

 

In den letzten Wochen erreichen mich immer wieder Fragen zum Thema Geld und Corona-Krise.

 

„Müssen wir uns um unsere Bargeldreserven Sorgen machen?“

„Mein Bekannter hebt alle seine Geldersparnisse von der Bank ab und bewahrt sie zu Hause auf. Was soll ich tun?“

 

Mit meinem Beitrag heute möchte ich etwas Beruhigung in die Situation und Zuversicht für die Zukunft bringen.

 

Ja, es stimmt, wir stehen momentan in Österreich und auf der gesamten Erde vor einer Herausforderung. Wirtschaftlich und gesundheitlich sind besondere Maßnahmen notwendig um die Pandemie, so wie die Entwicklung genannt wird, einzudämmen. Für viele von uns bedeutet das mit Einschränkungen leben zu müssen, die sich sowohl auf das Einkommen und die private Lebenssituation verstärkt auswirken.

 

Warum macht uns die Krise Angst?

 

Wir Menschen haben ein gewisses Grundbedürfnis an Sicherheit in unserem Leben. Deshalb bewegen wir uns vorwiegend in bekanntem Terrain. All jenes, das uns bekannt und vertraut ist, gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und wir fühlen uns wohl. Veränderungen behagen uns nicht, weil sie steht’s mit Unsicherheit und folglich mit Angst in Verbindung stehen.

 

Krisen birgen Unsicherheit. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, wohin uns der Weg führt – wie es in einem halben Jahr oder Jahr aussehen wird. Manche verfallen in eine Art Schockstarre und wissen weder vor noch zurück. Aufgrund dieser Unsicherheit versuchen wir uns an einen Weg zu klammern, der uns aus dieser Schockstarre und aus dieser Krise führt.

 

Wenn nun unsere Freunde beginnen, Panik über das Geldsystem zu verbreiten und Bargeld zu hause horten, sind wir dazu geneigt diesem Vorgehen zu folgen vor allem dann, wenn wir das System dahinter nicht vollkommen durchschauen und unsicher sind. Es gibt uns eine Art Sicherheit das zu tun, was auch andere tun.

 

Kann ich auf das System vertrauen?

 

Eine Krise entsteht häufig erst dadurch, dass viele Angst haben, dass eine Krise kommt.

Das gilt auch bei Bargeld. Es wird immer genügend Bargeld vorhanden sein, soweit sich alle im gewohnten Maße verhalten. Das heißt, dass alle nur so viel Bargeld abheben wie sie auch in der Vergangenheit benötigt haben, denn das ist das System gewohnt und ist darauf eingestellt – mit Barreserven in den Banken und Bankautomaten.
Kommt es allerdings zum BankRun, dh. wir Verbraucher heben Geld in viel höherem Ausmaß ab als wir tatsächlich benötigen und alle fordern fast gleichzeit ihre Ersparnisse von den Banken. Dann werden die Banken dieser Nachfrage nicht nachkommen können und es kommt zu einem Bargeldengpass.

 

Das heißt, es ist notwendig, dass hier so viele Menschen wie möglich Ruhe bewahren. Im Normalfall wird es immer so viel Bargeld geben, wie wir Konsumenten für den Kauf von Gütern im gewohnten Ausmaß benötigen.

 

Zusätzlich können wir bargeldlos bezahlen, das uns noch viel mehr Freiraum beschert. Die Angst keinen Zugriff auf sein Vermögen zu haben  kommt somit auch wieder aus der Historie und ist dem heutigen Zeitalter der fortgeschrittenen Technik nicht mehr ganz angemessen.

 

Und wer hier denkt, all unsere Ersparnisse auf unseren Bankkonten müssen in Bargeld oder sogar in Goldreserven irgendwo auf der Welt verfügbar sein, für den ist es Zeit sich näher mit der Geschichte des Geldes auseinander zu setzen. Schon seit etwa dem 19. Jahrhundert  gilt nur mehr der Bestand auf dem Schuldschein oder dem Kontoauszug. Bargeld im selben Ausmaß gibt es schon seit damals nicht mehr.  Und zur Beruhigung: es ist auch nicht notwendig. Das aufgebaute System funktioniert sehr gut ohne dem reellen Bestand dahinter. Im  Zuge der Digitalisierung des Geldes ist diese Notwendigkeit noch weniger gegeben.

 

Aufbau in Wissen über unser Geld und das Geldsystem gibt Sicherheit

 

Ich empfehle jedem, sich mit dem Thema Geld und wie Geld funktioniert näher auseinander zu setzen. Denn genau das gibt in Krisenzeiten Sicherheit. Je besser du darüber informiert bist, umso entspannter kannst du in Krisenzeiten mit deinem Geld umgehen, umso entspannter kannst du Entscheidungen treffen und umso entspannter dein Leben leben.

 

Krisen hat es immer gegeben und sie werden uns auch immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und neue Ideen und Veränderungen mit sich bringen.

 

Fakt ist: alle bisherigen Krisen haben einem ähnlichen Ablauf gefolgt und nach den Krisen gabe es einen stärkeren wirtschaftlichen Aufschwung und einen höheren Grad an Wohlstand als je zuvor.

 

Besonders in Krisenzeiten gilt:

 

Vertraue auf dich und deinen Weg. Bilde dich weiter und treffe selbstbestimmte Entscheidungen ohne dem Herdentrieb anderer und Angstmacherei zu folgen.

 

Alles Gute!

Christine

 

P.S. Jetzt ist ein besonders guter Zeitpunkt, dich mit deinen Finanzen und deinen finanziellen Zielen zu beschäftigen!

 

Im nächsten erscheinenden Artikel geht es um das Thema:

Was mache ich mit meinem Erspartem und meinen Geldreserven in der Krise?

 

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